Drift Bastards RB S13, BUILD-BLOG Part 4

Willkommen zurück, bei vierten Blog zu unserer S13.

Kurzer Rückblick -> wir haben bei letzten Mal unsere Garage gewechselt und wieder viel an jeder einzelnen Baustelle der S13 abgearbeitet.

In diesem Blog sehen wir den Vorschritt über die Offseason 2024/2025 (oder so)

Bevor wir aber an dem Nissan weiter machen können benötigen wir einen Schweißtisch. Viele der Arbeiten an einem Rennauto erfordern das verschweißen von Metallen auf einem sehr präzisen Level. Da eine Neuanschaffung eher teuer ist, haben wir kurzerhand einen eigenen gebaut. Nach dem wir den Tisch mit Fusion 360 konstruiert haben, wurden die einzelnen Komponenten aus 8mm Stahlblech gelasert und verschweißt. An den Tischfüssen haben wir Rollen mit Höhenverstellung montiert. Der Tisch mit den Massen 1000x1000mm kann jetzt ebenfalls ausgerichtet werden, genau wir der Karrosserietisch auf dem das Chassie steht.

Kaum fertig mussten wir das neue Prunkstück testen und haben gleich die vorderen Querlenkerträger verstärkt. Nach einem Tag sah dann der Tisch aus, als würde er schon ein Jahr da stehen. Fazit, ja den können wir gut gebrauchen.

Da wir uns jetzt mit dem Schweisstisch etwas aufgewärmt haben, mussten wir noch aus dem herumliegenden Ausschussmaterial zwei Arbeitsplattformen bauen. Es lagen noch 4mm Edelstahlplatten aus einem Pool-Projekt herum welche hierfür perfekt waren. Noch etwas schwarze Farbe und fertig war die Side Quest.

Bevor es dann endlich an der S13 weitergehen konnte, bekammen wir noch unerwarteten Besuch.

DriftBastards Vater Martin sowie Onkle Erich und Kurt Sieber mussten unser ambitioniertes Projekt begutachten. Unsere Familie hatten schon immer Diesel im Blut. Das wir aktiv Motorsport betrieben war für sie schon immer ein Grund nachzufragen wie wir vorankamen. Ob an Familienfesten oder Geburtstagen, bei jeder Belegenheit musste noch kurz abgecheckt werden, wo wir gerade dran sind und welche Events bevorstehen.

Nach einem kurzen Rundgang mit Kaffee haben wir sie dann aus der Garage geschmissen um endlich in Ruhe arbeiten zu können.

Wie schon im dem Ersten Blog beschrieben, ist unser Ziel die veraltete Karosse unserer ersten S13 zu ersetzten. Das neue Auto benötigt somit einen Motor und da unser RB25DET wohl das zuverlässigste am roten Nissan war, ist das eines der wenigen Bauteile welches wir übernehmen. Wir haben den Motor ausgebaut und unsere allererstes Drift Projekt komplett geschlachtet. Eher sonderbar, dieses Gefühl. Eine Auto was bereits einen Großteil unserer Drift-Karriere geprägt hat aufzugeben und komplette auseinander zu nehmen. Naja, musste halt sein.

Das Alte muss dem Neuen weichen, oder so…

Der Motor wurde im neuen Chassis montiert. Diesen benötigen wir um alle Anbauteile zu konstruieren. Also Ladeluftkühler und Verrohrung, Ölkühler, Bash Bar usw.

Die neuen Motorlager scheinen prima zu funktionieren.

Beim Kraftstofftank haben wir auf Radium gesetzt. Radium Engineering bietet eine Vielzahl an Kraftstoffzellen mit FIA Homologation an. Ein cooles Feature ist der integrierte Catch Tank welcher mit 3x Bosch Kraftstoffpumpen direkt im Tank sitzt. Um mehr Platz zu haben und das Auto einfacher für Meisterschaften zu machen, haben wir das restliche Blech vom Heck abgeschnitten. Die Kraftstoffzelle sitzt jetzt sicher in einer Vierkant-Rohr Konstruktion welche mit CNC gefrästen Tanklaschen von Tracktech geschlossen wird. Danke Renato für diesen Eye Catcher!

Für den nächsten Abschnitt haben wir etwas Unterstützung gebraucht. Viele Bauteil sind zu Komplex um diese selbst herzustellen. Gerade das Schweißen von Aluminium haben wir noch nicht zu 100% gemeistert. Um zu vermeiden das wir uns eigene Fehler einbauen, musste also der Profi ran. Und das ist unser langjähriger Freund und Drift Homie, Rafael Staubli.

Schon gleich lange in der Drift Szene unterwegs wie wir und etliche gemeinsame Events haben unsere Freundschaft geprägt. Für uns also ein «no brainer» den Selbständigen Nissan Restaurator und Fabrication Profi um Hilfe anzufragen.

Erste Gemeinsame Mission war die Ölwanne. Original hat der RB 4.5 Liter Motoreöl was für das Driften nicht funktionieren kann. Ölmenge spielt eine Sehr grosse rolle im Punkto Langlebigkeite von Lagern, Kolbenringen und allen anderen beweglichen Teilen welche geschmiert werden sollen. Da wir in der Vergangenheit bereits Probleme hatten mussten wir hier unbedingt nachbessern. Zusammen mit Rafael von Staub!i Customs haben wir einen eigene Ölwanne konstruiert. Die ca. 7.5 Liter und Schwallklappen sollten hier ein wahres Wunder bewirken. Millimeterarbeit welche sich gelohnt hat.

Weiter ging es mit etlichen Alu-Schweißarbeiten. Wir haben bereits die Wasserstutzen, Leitungen und Kühler für Rafael vorbereitet. Alles musste nur noch verschweißt werden. Die Wasserleitungen haben wir mit 25mm Alu Rohren am Unterboden verlegt. Schaut einfach cleaner aus und es müssen keine heißen Flüssigkeiten durch den Innenraum geführt werden. Da die Rot S13 noch auf dem Lift stand haben wir deren Unterboden als Schablone genommen. Das war etwas angenehmer als auf dem Rücken unter dem Chassietisch zu liegen. Wasseranschlüsse sind in 16AN und Kraftstoff in 8AN Fittings hergestellt worden und alles wurde mit vier Haltern verschraubt.

Um sicher zu stellen das unser RB25 nicht überhitzt haben wir uns für einen Rear Mounted Radiator entschieden. Definitiv viel mehr Aufwand als die herkömmliche Methode. Was sich aber in stabilen Wassertemperaturen auszahlen wird. Der Kühler ist von Griffin Performance mit eine 3″ breiten Core. Wir haben passend dazu eine Custom Lüfterkasten gebaut für den optimalen Wirkungsgrad. Später kommt dann noch der Einlass durch die Heckscheibe.

Ein Custom-Made Ausgleichsbehälter mit Überlauf durfte auch nicht fehlen.

Die vorerst letzte Hilfe von Rafael benötigten wir beim Ladeluftkühler. Ein 3.5″ Vibrant Core ist schon fast etwas zu groß für unsere 500PS. Man weiß aber nie was in Zukunft umgebaut wird. Die Seitenkästen haben wir ebenfalls selber gebaut um die Ladeluftrohre so kurz wie möglich zu halten. Die vordere Bash Bar konnte da um den Ladeluftkühler herum gebaut werden.

Die letzte Mission für diesen Blog war der Ölkasten im Beifahrer Fussraum. Wir wollten den Motorraum so clean wie möglich halten und mussten somit auf eine Elektrische Lenkhelfpumpe umsteigen. Da gibt es einige Varianten welche sich im Driften etabliert haben. Darunter eine Servo-Pumpe von Volvo welche bis zu 120Bar erzeugen kann. Der Accu-Sumpf für unser Schmiersystem hat ebenfalls Platz gefunden. Der Fußraum wurde von Tracktech 3D gescannt und wir haben den kasten zuerst im Fusion 360 gezeichnet. Leider haben wir davon keine Fotos gemacht. gepasst hat es schlussendlich aber ohne Anpassungen.

Seit gespannt auf den nächsten Blog indem wir aus einem Haufen Blech eine echtes Auto bauen.

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