Der letzte Push zum Lack: Unser S13 Build geht in die finale Phase
Doch bevor wir die Gänge reinhämmern können, steht uns noch einiges an Arbeit bevor.
Der sechste Blog zeigt die Vollendung vieler kleiner Arbeiten, die wir leider nicht immer festhalten konnten. Wir befinden uns im Oktober 2025. Direkt nach dem Monster Energy World Drift Day machten wir uns an den Endspurt. Mein E36 und Domis 350Z mussten mit ihrem Refresh für die nächste Saison vorerst noch warten. Trotz einer defekten Kopfdichtung am BMW und einem Nissan, der wirklich schon bessere Tage gesehen hat, musste die S13 jetzt endlich fertig werden!


Wir haben also das gemacht, was jedes ambitionierte Projekt an einem gewissen Punkt benötigt: Wir haben die Deadline für den Lackiertermin Ende Januar sowie das Verkabeln und Abstimmen im März gebucht. Ab jetzt zählt jede freie Minute. Let’s go…
Ich wollte schon immer eine gute Lösung, um auf dem Rennplatz angenehm schrauben zu können. Aus dem Rallyesport haben Rallye-Stands ihren Weg in den Driftsport gefunden – was ich supercool fand. Also haben wir das kurzerhand für unser Auto übernommen.
Es war gar nicht so einfach, die korrekte Position der Trägerrohre zu finden. Der Seitenschweller sollte am Fahrzeug bleiben und die Ständer einfach eingesteckt werden können.

Wir haben aus einem Ständer für unseren Rohrbieger eine Halterung gebaut, um sicherzustellen, dass wir gerade bohren. Die Rohre haben wir durch den kompletten Seitenschweller bis in den Fussraum verlegt. Mit 3-mm-Stahlplatten haben wir alles mit der Käfigkonstruktion verbunden. Schliesslich steht das gesamte Fahrzeuggewicht darauf.
Alles wurde sauber verschweisst und von aussen am Seitenschweller noch ein Verstärkungsblech angebracht.

Wir waren mit der Position des Schalthebels noch nicht 100 % zufrieden. Der Schaltknauf war im zweiten und vierten Gang ziemlich nahe an der Handbremse. Deshalb haben wir die Distanzbuchsen des Schaltmechanismus gekürzt.
Der Schaltknauf ist beim GForce 101A nach links versetzt, was nicht ganz optimal ist. Mit einem zusätzlichen Aluminiumadapter und einem Winkeleisen war das vorerst aber in Ordnung. Sobald wir mehr Zeit haben, machen wir ein Frästeil, das nicht nur besser funktioniert, sondern auch besser aussieht.





Halter für den Expansionsbehälter, die Batterie, die Zwischenscheide bzw. Trennscheibe hinter dem Fahrersitz (oder wie auch immer ihr es nennen möchtet) sowie für PDM und ECU konnten als Nächstes von der To-do-Liste gestrichen werden.





Um den engen Zeitplan einzuhalten, haben wir bereits einige Komponenten im Voraus bestellt. Die Frontscheibe zum Beispiel, welche nicht einfach irgendwo an Lager ist. Die Firma Glas Trösch konnte uns dabei unterstützen und fertigte extra für uns eine Scheibe für unseren alten Nissan an.
Auch die Kardanwelle ist eine Sonderanfertigung und muss das Nascar-Getriebe mit dem 350Z-Differenzial verbinden. Famag aus Burgdorf sind Profis für spezielle Anwendungen und fertigten uns die Kardanwelle nach Mass an. Die Gelenkadapter für das Differenzial wurden ebenfalls vermessen und in Auftrag gegeben.



Über Weihnachten haben wir das komplette Auto zusammengebaut. Alles – also wirklich alles – wurde montiert. Vom Motor bis zum kleinsten Halter. Einige Problemstellen konnten wir noch vor dem Lackieren erkennen und beseitigen. Selbst die einfachsten Sachen, wie z. B. spezielle Schrauben oder ein Luftfilter, mussten noch bestellt werden.


Die Kabeldurchführungen konnten wir so auch besser planen. Da alle Komponenten montiert waren, konnten wir genau erkennen, wo die Kabel am einfachsten durchgeführt werden können. Ich habe es mir zur Aufgabe gemacht, so wenig wie möglich am fertig lackierten Chassis zu bohren. Mal sehen, ob das aufgeht.

Und wie aus Zauberhand war alles wieder abgebaut. In gerade einmal ca. 3–4 Stunden haben wir das komplette Auto wieder zerlegt.

Eine komplette Palette mit fast 50 Teilen wurde für das Pulverbeschichten vorbereitet.

Wir haben alle Schweissarbeiten fertiggestellt und das Chassis anschliessend auf den Drehständer montiert. Alle Schweissnähte mussten mit dem Winkelschleifer und einer Stahlbürste gereinigt werden. Keine Schweissperlen oder Verunreinigungen durften auf dem Blech zurückbleiben, die das Lackieren zum Horror werden lassen könnten.
Diese Arbeit hat uns fünf Abende und ein ganzes Wochenende gekostet – also locker 35 Stunden.




Nach mehr als drei Jahren haben wir das Chassis endlich in den Anhänger geladen und sind zu Sagi nach Luzern gefahren. Dort wurden die letzten Vorbereitungen fürs Lackieren getroffen. Auch die GFK-Teile wurden geschliffen und gründlich gereinigt.






Den RB25 haben wir auf eine Palette geladen und für eine gründliche Kontrolle nach Luzern mitgenommen. Zum Glück haben wir die Haupt- und Pleuellager vor dem ersten Start nach zwei Jahren nochmals von der Delta Motoren AG kontrollieren lassen.
Alle Lager wiesen Schäden auf. Die Ölpumpe hat irgendwann in ihrem Leben einige Späne zwischen die Zahnräder bekommen. Zudem hatte sich die Schraube der Riemenscheibe leicht gelöst, sodass die Schwingungen der Kurbelwelle den Riemenantrieb beschädigt haben. Einige Dichtungen mussten ersetzt werden und auch noch ein paar andere Kleinigkeiten wurden repariert.
Zusammen mit der Delta Motoren AG und ihrem RB-Profi Jeremy haben wir einen Schlachtplan erstellt, um den Motor so gut wie nur irgendwie möglich für die Saison zu wappnen. Wir bestellten neue Lager, eine neue Ölpumpe mit Billet Gears, einen Zahnriemen, eine Wasserpumpe, einen Ross Performance Harmonic Balancer sowie noch einige weitere Ersatzteile.










Der Motor war vorbereitet, ebenso die Karosserie für das Lackieren.
Pünktlich zum Lackiertermin haben wir alles bei R&M Carrosserie in Hochdorf angeliefert. Rafael und sein Team hatten nur ein enges Zeitfenster für uns. Wir haben alles ohne zu zögern mit angepackt.
Pünktlich zum Lackiertermin haben wir alles bei R&M Carrosserie in Hochdorf angeliefert. Rafael und sein Team hatten nur ein enges Zeitfenster für uns. Wir haben alles ohne zu zögern mit angepackt. Das komplette Chassis musste gereinigt werden, und alle Blechüberlappungen wurden mit Kitt versiegelt.






Dann ging es direkt ab in die Lackierkabine. Zuerst wurde alles grundiert.

Das Finish wurde dann in Silber-Metallic ausgeführt, das Dach in Schwarz – inklusive Metal-Flakes.



Wir sind superhappy mit dem Ergebnis und können es kaum erwarten, die Endmontage zu beginnen.
Lasst uns in den Kommentaren unten wissen, ob euch dieser Blog gefallen hat und ob wir das in Zukunft weiterführen sollen. Eure Meinung interessiert uns!
Der nächste Blog wird wohl der letzte zu unserem S13-Projekt sein. Seid also wieder dabei!


Editor: Janick Sieber
Zeitraum der Aufnahemen: Ca. Oktober bis Januar 202572026
Quellen; Driftbastards Media Crew, Janick Sieber, Domenik Sieber, R&M Carrossierie


