Es geht weiter mit der S13. Langsam aber sicher kommen wir auf die Ziel Gerade.
In diesem Blog widmen wir uns einigen bereits angefangenen Projekten welche endlich fertiggemacht werden können. All das haben wir zwischen Oktober – Januar 2024/2025 für euch versucht zu dokumentieren. Viel Spaß!
Im letzten Blog haben wir mit der Versteiffung des Spurarmhalters begonnen, welche es noch zu vollenden gilt. Das Versteifungsrohr ist ein Bausatz von GKTech aus Australien. Einfach zu verschweißen und bringt nochmals mehr Stabilität in die vordere Karosserie.


Ebenfalls sind wir beim Ladeluftkühler stecken geblieben. Da wir zusätzlich zum Ölkühler einen Servokühler benötigen, hat es sich prima ergeben, diese gleich dahinter zu montieren. Der Ladeluftkühler von Vibrant ist ziemlich massiv und schützt somit die beiden kleinen Ölkühler. Zu einem späteren Zeitpunkt werden wir noch einen Elektrolüfter montieren, was enorm gegen Stauhitze im Motorraum hilft.



Rafael von Staubli Customs hat uns noch ein Ölreservoir für die Servopumpe geschweißt. Wir haben dies im Wischergestängeschacht platziert. Die Servopumpe sitzt im Beifahrerfußraum und ist schlecht zugänglich. Um Öl nachzufülle ist es so am bequemsten. Den Catch Tank für die Kurbelentlüftung haben wir dann gleich davor an der Spritzwand montiert. Wir waren von der Größe des Catch-Tanks nicht ganz überzeugt. Hatten aber gerade nichts anderes zur Hand. Die RB Motoren sind bekannt dafür stark über die Kurbelentlüftung zu atmen. Hier werden wir nachbessern müssen, sobald wir etwas mehr Zeit haben.

Wir haben auch die Achsträger-Verstärkungsplatten von GKTech organisiert. Der S13 Achsträger ist nicht gerade bekannt dafür, robust zu sein. Die Nissan Entwickler haben auch nicht damit gerechnet das dieser mit der mehrfachen Motorleistung klarkommen muss. Alles wurde vom Sandstrahler behandelt und man konnte direkt mit den Schweißarbeiten loslegen. Kein Lack, keine Ölreste oder Schmutz mussten mühsam entfernt werden. Die super Vorbereitung machte sich bezahlt!


Das Differenzial und die Antriebswellen waren etwas, wobei wir uns nicht ganz sicher waren, in welche Richtung wir gehen sollen und was für uns funktioniert.
Das 350Z-Differenzial und die Antriebswellen sind eine etwas kostengünstigere Variante zum R200 aus dem Skyline und so weiter. Noch relativ einfach zu beschaffen und doch standhaft bis zu einer gewissen Leistungsstufe. Eine Quick Change wäre natürlich die beste Wahl gewesen. Jedoch ist unser Budget knapp und ein Upgrade wäre auch in Zukunft möglich. Dazu ist zu sagen, dass mit einem Quick Change auch größere Antriebswellen nötig werden. Ihr seht also, dass eine Lawine an Zusatzkosten und Mehraufwand auf uns zukommen würde.
Wir haben also wie immer das genommen, was bereits in unserem Regal lag.

Um zu vermeiden das sich der Achsträger bei den anstehenden Arbeiten verzieht, haben wir eine Halterung gebaut. Alle Aufnahmen für das Fahrwerk müssen an Ort und Stelle bleiben. Ebenfalls wurde uns sehr schnell klar das wir wohl den Achsträger in der Mitte halbieren müssen um genug Platz für das Differenzial zu bekommen.

Bevor wir mit Auseinanderschneiden beginnen, muss zuerst die Position vom Differenzial genau bestimmt werden. Der Schweißtisch wurde so ausgerichtet das alles im Wasser liegt. Man oh man, dieser Schweißtisch war für diese Arbeit einfach nur geil. Mit Laser und Maßstab konnte alles genaustens eingezeichnet werden.





Das Differenzial wird etwa 30-40mm höher im Achsträger verbaut als das Original. Die Tiefergelegten Autos von uns haben schon immer Probleme mit Antriebwellenwinkeln gehabt, was wir hier vorbeugen wollten. Für das geübte Auge ist zu erkennen, das wir einen Nissan Pathfinder Differenzial-Deckel verwendet haben. Dieser hat zwei Verschraubungs-Bolzen im M16 anstatt einem beim 350Z Diff.





Wir haben ein Dammy-Diffgehäuse in den Achsträger eingesetzt und das Ganze zur Probe in die Karosserie verbaut. Scheint alles zu passen und in der Flucht mit dem Getriebe zu sein. Perfekt!


Als wir uns sicher waren das alles passt haben wir den Träger wieder auf die Lehre geschraubt und alles fertig verschweißt. Der GKTech Anti-Squad-Kit durfte ebenfalls nicht fehlen bei einem S13 Achsträger. Mit einem Dreiecks-Lenker als Lehre wurde alles aufgerichtet und dann durchgeschweißt.

Einigen Laserbleche und Schweißnaht später sah das ganze ziemlich professionell aus. Part Shop Max hat uns mit soliden Achslager versorgt welche mir noch eingepresst haben. Et voila, fertig zum Pulverbeschichten.


Ein Armaturenbrett in S15 Optik war schon von Anfang an unser Wunsch. Wir haben also eine LHD-Armaturenbrett aus GFK in Polen bestellt und eingebaut. Auch hier wieder, unser Budget ist knapp und eines aus Carbon lag ganz einfach nicht drin. Uns war es wichtig das es mit einigen wenigen Handgriffen demontiert werden kann. Also haben wir uns etwas mehr Zeit gelassen. Nach stundenlangem anpassen, abtrennen, schleifen und wieder ran halten, war er irgendwann endlich drin.
Wenn ich ehrlich sein darf, das Polen-Armaturenbrett hat so gut gepasst wie ein Pottwal in der Eisdiele!



Um die beiden Sitze in der richtigen Position zu montieren, haben wir noch Sitzkonsolen mit dem DriftBastrads-Loge hergestellt. Das wird ziemlich cool mit einem schwarzen Finish.


Die offenen Radkästen mussten noch sauber verschlossen werden, bevor wir mit dem Montieren des Body Kits beginnen können. Hier war es wichtig alles so gut wie Möglich zu verschließen. Der Rauch der Reifen sollte möglichst nicht in das Cockpit gelangen.

Janick`s Freundin Ramona hat dabei geholfen, die Fenster und Türen zu montieren. Wir werden die originalen Blechtüren verwenden und nicht die schlecht passenden GFK Varianten. Das Armaturenbrett hat uns gereicht. Die Polycarbonat-Scheiben haben wir von Plastics4Performance bestellt. Nur die Frontscheibe wird ein Verbundglas bleiben.



Das OriginLabo-Bodykit war etwas, worauf sich Domenik sehr gefreut hat. Die Variante «Attack Line» ist in Europa so gut wie gar nicht unterwegs. Ein Grund mehr für uns, sich für dieses zu entscheiden. Der extrem aggressive Lock hat es Domi angetan. Zusammen mit der geplanten Beklebung wird das brutal gut aussehen. Wir mussten einige Halter für hintere und vordere Kotflügel bauen, bevor alles dran geschraubt werden kann. Einige Stelle am GFK mussten nachgebessert werden. Naja, GFK Dinge halt.


Das komplette Heck, also Heckkarosse, Heckklappe und Heckleuchten und Zierleiste sind aus GFK. Das spart Gewicht und ist einfach zu reparieren und ersetzten wenn etwas kaputt geht. Gerade bei den S13 Kouki Heckleuchten welche übertrieben teuer sind. Auch hier gut zu sehen, wie aggressiv das OriginLabo Attack-Line-Bodykit ist. Eine gute Entscheidung, welche sehr gut zum Auto passen wird.

Bei der hinteren Bash-Bar haben wir uns für eine simple Vierkant-Rohr Variante entschieden. Die Zeit wurde etwas knapp und wir mussten den Termin zum Lackieren einhalten.
Die Heckstoßstange kann direkt an dieser mit Schnellverbindern befestigt werden.




Seid auf den nächsten Blog gespannt, wenn wir die Karosse nach fast drei Jahren Bauzeit zum ersten Mal vom Bock holen und zum Lackieren vorbereiten.



